SWOT Analyse

Ziel:
Die SWOT Analyse dient dazu, Klimaschutzpotentiale und geeignete strategische Lösungen für die Ziele eines Projektes oder einer Organisation abzuleiten.

Zusammenfassung:
SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken) und verknüpft somit interne und externe Faktoren. Die SWOT Analyse kommt aus dem strategischen Management und kann auf verschiedenen Ebenen angewandt werden, zum Beispiel für ein spezifisches Projekt, für einen übergreifenden Prozess, für eine bestimmte Organisation oder auch für einen ganzen Sektor. Die Analyse ermöglicht ein besseres Verständnis des Ist-Zustandes und untersucht, welche (internen und externen) Faktoren förderlich bzw. hinderlich sein können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Eine SWOT Analyse bietet sich zu Beginn eines Vorhabens, Projekts und/oder Prozesses an. Sie ist aber auch sinnvoll, um bestehende Strategien zu überdenken. Die SWOT Analyse dient als Grundlage für die Detailplanung und kann helfen, Fragen zu beantworten oder bestimmte Fragen erst zu stellen: Wie können wir unsere Stärken nutzen, um die Schwächen zu minimieren? Welche Chancen können die Risiken reduzieren?

Relevanz für Klimaschutz in öffentlichen Projekten

  • Die Analyse ist mit geringen zeitlichen und personellen Kapazitäten durchführbar.
  • Das Instrument ist simpel und verschafft einen guten Überblick über interne und externe Einflussfaktoren.
  • Allerdings sind öffentliche Vorhaben, Projekte und Prozesse oftmals schwer abzugrenzen und haben komplexe äußere Rahmenbedingungen, deshalb kann die Analyse immer nur eine Momentaufnahme sein und einen Teilbereich abdecken.

Wie funktioniert es und worauf sollte man achten?

  • Um die vier Quadranten entsprechend auszufüllen (siehe Template und Leitfragen auf der letzten Seite), sollte man die Faktenlage gut kennen und dabei sowohl Detailfragen miteinbeziehen, als auch übergreifende Faktoren, wie z.B. gesetzliche Rahmenbedingungen.
  • Es ist wichtig, dass man sich auf gemeinsame Ziele geeinigt hat und der Analyserahmen klar eingegrenzt ist (z.B. geht es um ein Projekt oder die ganze Stadt?).
  • Die Übung bietet sich vor allem im Rahmen eines partizipativen Workshops an, um viele Perspektiven und ein möglichst ganzheitliches Bild abzubilden.
  • Es bietet sich auch an, das Ergebnis der SWOT Analyse möglichst oft zu testen und mit den Akteur*innen durchzuspielen.

Tipps

  • Es ist sinnvoll, die SWOT Analyse im Prozess-Fortschritt zu wiederholen, um zu untersuchen, was sich möglicherweise verändert hat.
  • Das Tool dient dazu, eine kritische Reflexion anzustoßen, deshalb ist es wichtig, offen mit den eigenen Schwächen umzugehen und auch „kritische“ Akteur*innen in den Prozess einzubeziehen.

Nützliche Links


Einbettung in den KöP-Ansatz

Die SWOT Analyse wird primär im Rahmen der Analysephase durchgeführt (siehe Abbildung, Phase 2). Da die SWOT Analyse aber nur eine Bestandsaufnahme des aktuellen Projektzustands ist, kann und sollte die SWOT Analyse mehrfach im Laufe der Projektplanung durchgeführt werden.

Durch eine kontinuierliche Überprüfung des aktuellen Zustands, können somit geeignete Klimaschutzpotenziale für Ihr Projekt gefunden und integriert werden. Ausschlaggebend für den Erfolg eines Projekts ist, dass auf bestehenden Stärken aufgebaut wird, dass Schwächen überwunden werden und dass sowohl Chancen genutzt als auch Risiken minimiert werden. Die Analyse ist einfach und ermöglicht es, innere und äußere Einflussfaktoren zu einem Thema schnell zu überblicken, um gegebenenfalls frühzeitig handeln zu können.

Zusammen mit der Analyse relevanter Akteur*innen (Akteursanalyse) und der Überprüfung alternativer Möglichkeiten (Variantenauswahl), bildet die SWOT Analyse den Rahmen, um weitere Klimaschutzpotenziale ermitteln zu können. Arbeiten Sie daher entlang der Phasen des Prozesskreislaufs, aber drehen Sie durchaus Schleifen.

LEITFRAGEN ZUR VERWENDUNG DER SWOT ANALYSE:

  • Haben Sie für Ihr Vorhaben bereits die Klimawirkungsprüfung durchgeführt und das Ergebnis erhalten, dass eine Alternativenprüfung durchgeführt werden sollte/könnte?
  • Planen Sie ein neues Projekt und möchten von Anfang an Klimaschutzpotenziale identifizieren und in die Projektplanung einbinden?
  • Wissen Sie noch nicht genau, wo die Stärken und Schwächen, sowie die Chancen und Risiken in ihrem Projekt/Vorhaben liegen?
  • Haben Sie bereits die für Sie relevanten Instrumente, Vorgehensweisen und/oder Checklisten der Phase 2 durchgeführt?
    • Wurden alle alternativen Möglichkeiten überprüft, um die negativen Auswirkungen, die durch das Vorhaben verursacht werden, reduzieren bzw. vermeiden zu können (Variantenauswahl)?
    • Wurde eine Analyse der relevanten Akteur*innen durchgeführt (Akteursanalyse)?

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